Besuchen Sie uns: 24. Internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen 4/6. Oktober 2022 | Trade Fair Center Messe München | Stand C2.322

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Interview mit Ian Biglands

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2 Minuten
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Die wohnvoll villages entstehen mithilfe des Konzepts des systemischen Bauens. Was ist der Vorteil daran?

Wir haben drei verschiedene Typen von Wohnungen entwickelt, die an jedem Standort wie in einem Baukasten-System zusammengesetzt werden. Es sind also immer wiederkehrende Arbeiten. Man repliziert so viel und so oft wie möglich, bestellt frühzeitig, was dann just-in-time ausgeliefert wird. Das vereinfacht das Bauen und macht es sicherer. Wenn vieles vorproduziert ist, ist man nicht abhängig von anderen Gewerken, bei denen es Verzögerungen gibt oder Material fehlt. Man hat dadurch zeitliche Vorteile, und das sind natürlich auch finanzielle Vorteile. Das ist wichtig für uns, damit die Mieten in unseren wohnvoll villages bezahlbar sind.

Wie viel schneller kann so ein Gebäude entstehen?

Es kommt auf die Größe des Gebäudes an. Wenn man eine bestimmte Anzahl von Modulen verwendet, die man vorbestellt, dann kann man, wenn die Baugenehmigung da ist und die Ausführungsplanung steht, mindestens 25 Prozent der Bauzeit sparen. Bei 14 Monaten Bauzeit wären das ungefähr dreieinhalb Monate. Für uns als Bestandshalter und Betreiber hat das den Vorteil, dass wir das Objekt schneller in Betrieb nehmen und die Mieter schneller einziehen können.

Was sind die Voraussetzungen der wohnvoll AG für ein geeignetes Grundstück?

Wir suchen Grundstücke in Städten ab 10.000 Einwohnern aufwärts. Sie müssen eine gewisse Größe haben, weil zu unserem Konzept auch Außenanlagen gehören. Wir brauchen eine Grundstücksfläche von 2.500 bis 4.000 Quadratmetern. Wir bauen darauf eine Brutto-Grundfläche von 4.500 bis 10.000 Quadratmetern. Das Grundstück sollte sich in einer innerstädtischen Lage in einem gewachsenen Wohnquartier oder einem Neubaugebiet befinden, eine gute Verkehrsanbindung und eine gute Nahversorgung haben (gute Mikrolage, Makrostandort: strukturell starke Gegenden). Es kann ein Einzelgrundstück oder eine Quartiersentwicklung sein.

Und was macht Sie für eine Kommune attraktiv?

Dass unser Produkt genau das ist, was sie für ihre Gemeinde suchen. Eine bezahlbare Möglichkeit für die ältere Generation, in einem schönen und kommunikativen Umfeld zu leben. Dass ihre Bevölkerung dadurch in ihrem gewohnten Umfeld bleiben kann und nicht womöglich den Wohnort wechseln muss. Und dass wir ein Teil der Gemeinde werden wollen. In unserem Café und Restaurant können die Bewohner sich mit ihren alten Nachbarn treffen. Wir wollen Räumlichkeiten bieten, die auch extern genutzt werden können.

Wie konkret können die Baukosten optimiert und kann trotzdem die hochwertige Bauweise umgesetzt werden, die sie planen?

Indem wir den kompletten Lebenszyklus des Gebäudes anschauen, vom Grundstückskauf über die Projektentwicklung, den Bau, den Bestand und den Betrieb. Wenn man Betreiber ist, schaut man, was in den nächsten 25 Jahren passiert. Deshalb bauen wir besser als der Standard, nachhaltig und langlebig, denn das zahlt sich für uns in den kommenden Jahren aus.

Inwiefern bauen Sie nachhaltiger?

Wir bauen Photovoltaikanlagen auf begrünten Dächern, Blockheizkraftwerke, damit wir unseren eigenen Strom produzieren. Wir suchen vor Ort das beste System für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung, z.B. das lokale Fernwärme-Netzwerk oder Geothermie. Wir achten auf nachhaltige Materialien beim Bau und auf Qualität, damit etwa die Fassade nicht nach 10 Jahren erneuert werden muss. Mit dem systemischen Bauen kann man sogar den Rückbau von Anfang an nachhaltig definieren, weil man die einzelnen Teile am Ende ihrer Nutzung wieder auseinandernehmen kann und diese werden dann recycelt.

Noch eine persönliche Frage: Warum haben Sie zur wohnvoll AG gewechselt und was haben Sie vorher gemacht?

Ich bin Bauingenieur und war zuletzt Geschäftsführer bei einem Pflegeheimbetreiber und dort für die Immobilien zuständig. Ich baue gerne, ich entwickle gerne, stelle mich gerne großen Herausforderungen und arbeite gerne mit anderen Menschen, deshalb war ich sofort interessiert, als Andreas Steyer mir das Konzept vorgestellt hat. Meine Vorstellung vom Wohnen im Alter ist eine Wohnung, in der ich auch als 30-Jähriger wohnen würde, nur mit ein paar Besonderheiten, die ältere Menschen brauchen.

Anette von Zitzewitz
+49 69 66124325
wohnvollag@vzkommunikation.de