Besuchen Sie uns: 24. Internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen 4/6. Oktober 2022 | Trade Fair Center Messe München | Stand C2.322

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Die Analyse des ZIA-Frühjahrsberichts—Altersgerechte Wohnangebote nehmen zu

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Fachbeitrag Sebastian Holl, Vorstandsvorsitzender wohnvoll

Wohnformen mit Pflegeangeboten sind wichtiger Baustein der kommunalen Daseinsfürsorge

Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland verändert sich. Die Zahl der mindestens 60-Jährigen ist in den vergangenen neun Jahren um 27 Prozent angestiegen, und damit auch der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt das aktuelle Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft 2022, in dem der Rat der Immobilienwirtschaft den Pflegeimmobilien ein gesondertes Kapitel gewidmet hat. Darin wird zudem festgestellt, dass auch der Altenquotient von 33,94 im Jahr 2011 auf 36,88 im Jahr 2020 angestiegen ist. Das bedeutet, dass das Verhältnis von Seniorenhaushalten zu Erwerbstätigen sich zugunsten der Senioren verschiebt, „was zu einer zunehmenden Herausforderung bei der Erbringung und Finanzierung von Pflege im häuslichen Rahmen wird“, besagt das Gutachten und richtet seinen Blick zugleich auf die Zukunft:

Laut Prognose des statistischen Bundesamtes wird der Anteil der Senioren an der Bevölkerung bis 2035 noch einmal um rund 22 Prozent ansteigen. Dies bedeute, dass der Pflegebedarf, aber auch der Bedarf an speziellen Wohnungsangeboten mit integrierten Pflegeangeboten in Deutschland deutlich ansteigen wird, schlussfolgern die Immobilienexperten und sehen den größten Handlungsbedarf in den westdeutschen Flächenländern, wo der Anstieg am größten sein werde. Dort seien die Auslastungen der Einrichtungen bereits heute sehr hoch und gleichzeitig steige die Zahl der Nachfrager stark an: Bis 2040 würden allein in Nordrhein-Westfalen rund 117.000 zusätzliche Plätze benötigt, schätzen die Gutachter und bestätigen damit die Strategie der wohnvoll AG, die in den kommenden Jahren unter anderem in Nordrhein-Westfalen mehrere neue wohnvoll villages mit Angeboten im Senior-Living-Segment eröffnet. Wir schaffen damit modern ausgestattete und trotzdem bezahlbare Wohnungen für Menschen ab 65 Jahre, die je nach Bedarf individuelle Serviceleistungen in Anspruch nehmen können, bis hin zum hauseigenen Pflegedienst. Das Besondere an unserem Konzept ist zudem die umfassende Digitalisierung, die auch dafür sorgen soll, dass unsere Bewohner leicht mit uns kommunizieren, miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte aufbauen können.

Das Gutachten der Immobilienwirtschaft gibt zudem Empfehlungen an die Kommunalpolitik, die ich für entscheidend halte: „Die dargestellten Rahmenbedingungen deuten darauf hin, dass das Pflegesegment auch in Zukunft einen Bedeutungsgewinn erfahren wird. Ein bedarfsgerechtes und flächendeckendes Pflegeangebot muss daher als ein wichtiger Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge erkannt werden.“ Insbesondere in den ländlichen Räumen, die heute bereits überdurchschnittlich stark vom demografischen Wandel betroffen sind, sei das altersgerechte Wohnangebot mit ergänzenden Pflegeangeboten ein Baustein, um gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen, heißt es dort weiter. Denn gerade in diesen Räumen ist das freistehende Einfamilienhaus die dominierende Wohnform, das häufig nicht auf Senioren ausgerichtet ist. Zudem sind ambulante Pflegedienste nicht flächendeckend verfügbar und lange Fahrzeiten erschweren die Betreuung. Wir glauben außerdem, dass Wohnangebote wie unsere wohnvoll villages mit ihrem flexiblen Service und dem Fokus auf Gemeinschaft und Aktivität gegen die Vereinsamung im Alter wirken und damit auch den Abbau der psychischen Gesundheit und Fitness verlangsamen. Eine Pflegebedürftigkeit kann so hoffentlich hinausgezögert werden.

Da immer mehr Senioren in Einpersonenhaushalten leben und die Angehörigen, wie es früher üblich war, häufig nicht mehr in der Nähe leben, gehen die Experten des Frühjahrsgutachtens von einem steigenden Bedarf an häuslicher Pflege durch entsprechende Dienstleister und spezielle Wohnformen mit Betreuungsangeboten aus. Um dieses breite Angebot vorhalten zu können, sei eine differenzierte Anbieterstruktur zu unterstützen, lautet daher die Empfehlung der Immobilienwirtschaft an die Politik und Wirtschaft.

Anette von Zitzewitz
+49 69 66124325
wohnvollag@vzkommunikation.de